Zum Wochenende mal etwas inspirierendes…

Dass unser aller  liebstes Betriebssystem OS X das beste der Welt ist, darüber sind wir uns ja wohl alle einig. Auch dass der Finder für die Navigation durch das Odnergewirr auf unseren Festplatten ungeschlagen ist, steht ausser Zweifel (oder?). Was Sie aber garantiert nicht wussten ist, dass man mit Hilfe des OS X Dateisystems und dem Finder eine wunderbare Liebeserklärung an seinen Lebenspartner machen kann. Stimmt’s?

Kreativdirektor Sean Ohlenkamp hat jedenfalls auf dem Mac seiner Frau, der Grafikerin Lisa Blonder, ein paar Ordner angelegt, die für sich sprechen…

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Die 10 Gebote für Projektmanager

Heute habe ich, ob Sie es glauben oder nicht, ein wenig Bibelforschung betrieben. Und das kam so: Zunächst einmal habe ich in meinem RSS-Reader einen Blog-Beitrag mit dem Titel „The Ten Commitments“ gefunden. Ganz klar eine Abwandlung von „The Ten Commandments“, den zehn Geboten. Und siehe da, da hat sich tatsächlich einer den Spaß gemacht, die zehn christlichen Gebote in „Bekenntnisse“ (commitments) für Projektmanager umzumodeln.

Ich fand das ganz witzig – und auch gar nicht so falsch – und habe mich an eine Übersetzung gewagt. Nun wusste ich aber, dass die Angelsachsen, je nach Bekenntnis bzw. Kirchenzugehörigkeit, die zehn Gebote gerne anders nummerieren als wir hier. Wieder einmal komme ich nicht umhin Wikipedia über den grünen Klee zu loben, denn sowohl im englisch- als auch deutschprachigen Eintrag zu den zehn Geboten gibt es eine ausführliche Tabelle mit den unterschiedlichen Zählweisen. So war mir schnell klar, dass der Autor wohl einen römisch-katholischen Hintergrund hat und die Nummerierung mit der hier üblichen Zählweise übereinstimmt.

Hier also meine Übersetzung der zehn Gebote für Projektmanager:

1. Du sollst kein anderes Projekt neben dem aktuellen Projekt haben.
Das Projekt, an dem du gerade arbeitest muss für dich das wichtigste Projekt der Welt sein. Das hilft dir fokussiert zu bleiben.

2. Du sollst den Namen des Projektes nicht missbrauchen.
Das Projektziel muss dir, deinem Team und allen Stakeholdern klar sein.

3. Gedenke, dass du die Deadlines heiligst.
Deadlines sind immer schneller da, als man denkt. Sorge dafür, dass sie klar sind und an alle Beteiligten kommuniziert wurden.

4. Du sollst deinen Chef und deine Sponsoren ehren.
Wenn du deine Arbeit gut machst, geht es auch deinem Chef und deinen Sponsoren gut. Und wenn es denen gut geht, fällt es auf dich zurück und man wird dir dankbar sein.

5. Du sollst nicht dein Projekt morden.
Du musst alles notwendige dafür tun, dass dein Projekt erfolgreich abgeschlossen wird. Es ist dein Job!

6. Du sollst nicht deinem Projekt untreu werden.
Konzentriere dich auf dein Projekt und mache nicht andere Projekte schlecht, die du vielleicht lieber gehabt hättest.

7. Du sollst nicht stehlen anderer Leute Ideen.
Honoriere und unterstütze gute Ideen anderer Leute, aber mache sie nicht zu deinen Ideen. Das ist unmoralisch und unethisch und fällt irgendwann auf dich zurück.

8. Du sollst dem Projektteam gegenüber kein falsches Zeugnis geben.
Auch nach Entscheidungen, die zu suboptimalen Ergebnissen geführt haben, sollst du zu deinem Team stehen.

9. Du sollst nicht begehren deines PM-Kollegen Ressourcen.
Du hast doch deine Ressourcen richtig geplant. Oder? Brauchst du dennoch Unterstützung aus anderen Projektteams, dann halte für die Anforderung den formalen Weg ein und klaue nicht einfach Mitarbeiter anderer Projektteams. Denn das schädigt den Erfolg des anderen Projekts. Und auch das wird irgendwann auf dich zurückfallen.

10. Du sollst nicht begehren deines Teams Erfolg.
Hat das Team einen Meilenstein erreicht, lass es wissen, was für einen guten Job es gemacht hat. Selbst unter deinem glorreichen Management gehört der Erfolg dem Team.

Anmerkung: Ich habe versucht in der Diktion der zehn Gebote zu bleiben, was allerdings nicht immer ganz geglückt ist. Falls also jemand eine bessere Formulierung findet, oder allgemein eine Anregungen bzw. Meinung hat, nur her damit.

Spielend agile Methoden lernen

Ball-Point-Game (Boris Gloger)Trotz der 140 Zeichen Beschränkung ist Twitter eine Fundgruppe für Themen rund um das Projektmanagement. So brachte mich gestern ein Tweet von Projektlotse auf eine Diskussion in Xing, die mir wiederum ein vollkommen neues Know-how rund um Scrum und Co, eröffnet hat: Spiele und Übungen, mit deren Hilfe man die Funktionsweise agiler Methoden verdeutlichen bzw. lernen kann. Optimal für Seminare und Workshops mit Teams.

Eine Fülle solcher „Spiele“ findet man beispielsweise auf dem Blog TaststyCupCakes. Ein weiteres, sehr anschauliches Spiel mit dem seltsamen Titel Elephant Carpaccio findet sich bei Alistair Cockburn. Immerhin einer der Verfasser des Agilen Manifests und Erfinder von Crystal.

Zu guter letzt gibt es dann auch noch das Ball-Point Game von Boris Gloger. Die Anleitung dafür gibt es hier, sowie auf dem Blog von Mark Summer.

Ein paar Links für den heutigen Tag

Eigentlich wollte ich das Thema Kommunikation im Zusammenhang mit Web 2.0 und Social Media auf diesem Blog für die nächste Zeit abgehakt haben. Aber offenbar ist das Thema heiss. So hat jetzt auch Jan A. Poczynek auf seinem Blog das Thema aufgegriffen. Allerdings mit einem anderen Tenor: Es geht um Geschwindigkeit, genauer gesagt Echtzeit-Kommunikation. Die Message: Kommunikation ist in Zukunft entweder schnell oder Geschichte.

Stefan Hagen interessiert sich für Google Wave als Projektmanagement-Tool. Ich habe das ja hier auf dem Blog schon einmal angeregt. Den Kommentaren auf Stefans Blog nach zu urteilen, herrscht diesbezüglich jedenfalls ein reges Interesse an dieser neuen Art der Kommunikation. Wenn also jemand Interesse hat, ich bin dabei. Dazu einfach hier einen Kommentar posten.

Zum Schluss und zur Auflockerung hier noch ein ganz besonderes, wie ich finde sehr inspirierendes Projekt von Volkswagen:

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